Recycling

Recycling

Neben dem klassischen Chemiehandel repräsentiert der Verband Chemiehandel auch die im Chemikalienrecycling tätigen Firmen. Das Tätigkeitsfeld der Recycler umfasst die stoffliche Wiederverwertung vieler Löse- oder Extraktionsmittel, die bei ihrem Einsatz nicht verbraucht, sondern lediglich verunreinigt wurden. Das Chemikalienrecycling bietet damit eine Alternative zur energetischen oder thermischen Entsorgung der – in der Regel als gefährliche Abfälle gekennzeichneten – gebrauchten Lösemittel. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Schonung der nur begrenzt vorhandenen natürlichen Ressourcen erbracht.

Die in 2002 gegründete „Initiative Qualitätsrecycling“ des Verband Chemiehandel vereint die Interessen der hier aktiven Firmen. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, das Image des qualitativ hochwertigen Recyclings u.a. durch Schaffung von Qualitätsstandards zu verbessern und sich für einen Kurswechsel von der thermischen Verwertung hin zur stofflichen Variante des Recyclings zu engagieren.

Weil abfall- und chemikalienrechtliche Fragestellungen in erster Linie zunehmend durch regulatorische Vorgaben der EU bestimmt werden, wurde aus der Initiative Qualitätsrecycling heraus als Interessenvertretung der Branche auf internationaler Ebene in 2004 die „European Solvent Recycler Group“ (ESRG) gegründet. Seitdem organisatorisch vom Verband Chemiehandel betreut, vereint die ESRG (www.esrg-online.eu) inzwischen über 40 europäische Firmen und Verbände. Zwei in jüngerer Zeit im ESRG-Auftrag durchgeführte Studien zum Carbon Footprint des Lösemittelrecyclings haben eindrucksvoll die Möglichkeiten des hier bestehenden großen CO2-Einsparpotentials gegenüber der Verwendung von Frischware belegt. Die beiden Untersuchungen können von der ESRG-Website (ESRG-Studies 2013/2018) abgerufen werden. Die Branche erbringt somit auch einen bedeutenden Beitrag im Sinne der Initiative „Responsible Care – Verantwortliches Handeln im Chemiehandel“.